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Neun MTV-Tore auf Hoppelwiesen!

Die Rasenpfleger von Fußballplätzen haben es mit dem trockenem Wetter derzeit offensichtlich schwer. Während Platzwart "Dixi" den Luhdorfer A-Platz allerdings TipTop in Schuss in den heimspielfreien Sonntag geschickt hatte, erwartete unsere "Erste" bei der Ankunft in Hanstedt regelrecht ein Schock. Schon das pure Überqueren der dortigen "Wiese" im Gehen konnte leicht ins Stolpern bringen. Aber FußballSPIELEN? Schwierig. Es war faktisch nicht möglich einen Ball über 10 Meter wirklich kontrolliert zu einem Mitspieler zu bewegen. Geschweige denn, dass zuverlässig eine Ballan- und -mitnahme erwartet werden konnte. Auch die Gastgeber waren darüber nicht glücklich. Aber es half ja nichts. Auch in Ashausen beim Gastspiel unserer "Zweiten" soll es nicht wesentlich angenehmer ausgesehen haben. Aber genug "gejammert"! Denn unter dem Strich machten gerade die Gastteams aus Luhdorf am Ende das Beste daraus und schafften prima Ergebnisse. Unsere Zweitvertretung entführte beispielsweise mit einem 2:2 einen wichtigen Punkt beim Tabellendritten. Und das obwohl die SG Scharmbeck/P./A. mit dem Halbzeitpfiff zur 1:0-Führung kam. Keeper Malte Engel hielt den MTV mit glänzenden Aktionen aber im Spiel und mit der Einwechslung von Ali Alcheikh (56.) kam auch offensiv Schwung ins Team. Kurz darauf provozierte er den Ausgleich, den die Gastgeber per Eigentor selbst ins Tor buxierten (58.). In der 82. Minute schien kurz sogar ein Auswärtssieg möglich. Kai Degenhardt besorgte die 2:1-Führung. Doch es gelang nicht ganz, den "Dreier" ins Ziel zu bringen, weil die SG in der 87. Minuten noch zum Ausgleich kam. Aber mit dem 2:2 kann das MTV-Team durchaus einverstanden sein. Womit wir wieder nach Hanstedt wechseln, wo unsere "Erste" vor dem Anpfiff eine kleine Zusatzmotivation von anderen Plätzen bekam. Durch Punktverluste des Spitzenduos konnten Wedemeier & Co. nämlich mit einem Sieg nach oben etwas Boden gutmachen. Also ... "Hoppelwiese" hin oder her ... es brauchte jetzt drei Punkte. Erstmal ging es aber mies los. Im Bemühen um einen gepflegten Spielaufbau versprang die Kugel gleich zweimal derart blöd, dass dies ungewollt zu einer glänzenden Vorlage für den Gastgeber führte, der dies freistehend eiskalt nutzte und einschob. 0:1 (5.). Na toll. Jetzt also gegen einen massiven Deckungsverband und auf dem unberechenbaren Geläuf einen Rückstand nachlaufen. Kein Selbstgänger. Aber die Startelf hatte nun schnell gelernt und gestaltete den eigenen Spielaufbau fortan sehr effizient. Mit sehr viel Personal in Strafraumnähe und hohen Ballgewinnen kamen die MTVler zu Chancen und schnell zum Ausgleich. Henri Manewald war weit aufgerückt und verwandelte zum Ausgleich (12.). Postwendend setzte die Arndt/Hänel-Elf nach und drehte die Partie schon eine Minute später. Janning Dreusicke schob konsequent zum 2:1 (13.) ein, als der Ball im Strafraum vor seinen Füßen landete. Kurz vor der Pause entschieden die Gäste per Doppelschlag das Spiel. Sascha Krause legte vorbildlich auf und Sammy Boel traf zum 3:1 (44.). Kurz darauf wurde Krause im Strafraum gefällt. Dreusicke verwandelte den fälligen Strafstoß zum beruhigenden 4:1 Pausenstand (45.). "Das Ding war durch"... aber ein paar Tore könnte man schon noch gebrauchen. Also blieben die Gäste dran und kamen mit der schönsten Kombination in der 50. Minuten zum 5:1. Cedric Schulenburg veredelte die Vorarbeit von Lennard Gevers, Marc-André Böhme und Krause. Zehn Minuten später nutzte Böhme selbst einen üblen, auch platzbedingten Abwehrfehler der Gastgeber zum 6:1 (60.). Die Höllenberger wechselten nun durch. Die Hanstedter hatten auch umgestellt, um das Ergebnis in Grenzen zu halten. Insofern flachte die Partie ab und Torraumszenen wurden seltener. Kurz vor dem Ende erhöhte Manewald aber doch nochmal auf das Endergebnis von 7:1 (85.) (ein ausführlicher Bericht hier unter News/Bericht). Fazit: Vier Punkte, neun Tore und - das Beste - in beiden MTV-Teams keine neuen Verletzungen. Am nächsten Sonntag dürften alle MTV-Kicker die Arbeit des eigenen Platzwarts am Höllenberg trotzdem noch mehr zu schätzen wissen, als das ohnehin schon der Fall ist ;-).